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	<title>&#34;Ich würde es genauso wieder machen&#34; (Sophie Scholl)</title>
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	<description>Zeit für einen Wendepunkt: Sehen – Verstehen – Handeln</description>
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		<title>Das Grauen des Schwarzfahrens</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2012 14:05:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich fahre nie schwarz, wirklich. Aber jetzt, jetzt musste es sein. Mein Kleingeld reichte nicht mehr für eine Fahrkarte und das Wechselgeld für den ganz großen Schein, den mir der Bankautomat ausgespuckt hatte, in 2-€-Münzen in mein Portemonaie zu stopfen konnte ja nicht wirklich eine Alternative sein. Natürlich hätte ich einen der anderen Wartenden bitte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=666&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fahre nie schwarz, wirklich. Aber jetzt, jetzt musste es sein. Mein Kleingeld reichte nicht mehr für eine Fahrkarte und das Wechselgeld für den ganz großen Schein, den mir der Bankautomat ausgespuckt hatte, in 2-€-Münzen in mein Portemonaie zu stopfen konnte ja nicht wirklich eine Alternative sein. Natürlich hätte ich einen der anderen Wartenden bitte können, mir meinen großen Schein in kleinere zu tauschen, aber wie das Leben so spielt kam just in diesem Augenblick der Erkenntnis der Bus. Meine letzte Chance (denn ich hatte es selbstverständlich eilig wie jeder anständige Mensch heutzutage) war der Fahrkartenautomat im Bus, aber der war &#8211; verflixt nochmal! &#8211; vom Erdboden verschluckt worden.</p>
<p>Es gab also nur eine Lösung: Ich musste es schaffen, ganze 16 Minuten schwarz zu fahren. 16 Minuten können unglaublich lang sein, wenn man sie mal kurz bräuchte und vergehen wann anders so schnell, wo man die Zeit doch nutzen wollte &#8211; keine 16 Minuten sind so gut erzogen, dass sie sich um die Bedürfnisse der Verbraucher kümmern. Ein Jammer.</p>
<p>Nun hieß es also, sich gut vorzubereiten. Sollte ich mich schlafend stellen? Bei manchen Kontrolleuren soll das ja funktionieren, aber mittlerweile ist die Technik doch recht bekannt. Ich hatte mich versuchsweise mal trotz Fahrkarte schlafend gestellt, damals wurde ich geweckt. Mal abgesehen von den unzähligen Malen als ich tatsächlich tief und fest eingeschlafen war und womöglich am Ende der Busfahrt höflich vom Busfahrer darauf hingewiesen wurde, dass er jetzt ganz gerne Feierabend machen würde. Also heute nicht schlafen.</p>
<p>Was dann? Flüchten, sobald verdächtig aussehende Mitfahrer einsteigen, die eventuell mit klitzekleiner Wahrscheinlichkeit vielleicht Kontrolleure sein könnten? 16 Minuten lang an der Tür stehen ist doch etwas zu sportlich für mich <span id="more-666"></span>also suche ich mir einen Sitzplatz in der Nähe. Gute Wahl, denke ich mir, bis sich eine Dame neben mich setzt, mir also den Fluchtweg versperrt, und mir auffällt, dass die Reihe gegenüber aus Einsitzern besteht. Den Platz wechseln? Nein, das wäre nun wirklich zu auffällig.</p>
<p>Ein paar Haltestellen weiter findet ein Fahrerwechsel statt. Ich könnte schnell rausspringen und meinen großen Schein doch noch zu 2-€-Münzen machen lassen, denn die Entscheidung von vorhin habe ich längst tief bereut. Aber unsere Verkehrsbetriebe gönnen uns nicht den Luxus eines Fahrkartenautomaten an jeder Haltestelle. Schade eigentlich.</p>
<p>Diese Tatsache lässt mich vermuten, dass man eventuell beim Busfahrer auch Fahrkarten kaufen kann. Bislang dachte ich, das ginge nur in Überlandbussen, aber in Ermangelung anderer Möglichkeiten wäre das durchaus denkbar. Und womöglich könnte der mir auch auf meinen großen Schein mit kleineren Scheinen rausgeben. Welch Innovation. Aber wie peinlich jetzt aufzustehen und eine Fahrkarte zu kaufen, immerhin liegt die Hälfte der 16 Minuten schon hinter mir. Ich nehme mir vor, in Zukunft meine Selbstsicherheit zu trainieren, aber jetzt nicht.</p>
<p>Woran erkennt man eigentlich Kontrolleure? Sie sind mindestens zu zweit, glaube ich jedenfalls, denn ich bin oft mehrmals innerhalb weniger Minuten kontrolliert worden, weil der Herr mal wieder nicht mitbekommen hatten, wo die Kollegin schon war. Oder andersrum, keine Gendervorurteile bitte.</p>
<p>Und sonst? Verwegener Blick? Dienstuniform oder doch eher eine abgefrackte Mafiajacke? Ich muss in Zukunft deutlich besser beobachten, Sherlock Holmes würde sich schämen. Aber der würde wohl auch nicht schwarzfahren&#8230;</p>
<p>Ich mach das ja schließlich auch nie. Ich bin eine von denen, die die These vertreten, dass die Fahrpreise geringer wären, wenn es nicht so viele Schwarzfahrer gäbe. Allerdings muss ich zugeben, dass es evt. auch weniger Schwarzfahrer gäbe, wenn man weniger kontrolliert würde. Wem man Vertrauen zeigt, enttäuscht es auch seltener. Aber natürlich gibt es auch dann noch schwarze Schafe.</p>
<p>Mittlerweile glühe ich innerlich. Mein Herz pocht so heftig gegen meine Brust, dass es eigentlich jeder sehen müsste. Ich bin der schlechteste Schwarzfahrer der Welt. Eine Tatsache, auf die ich zu jeder anderen Zeit stolz wäre, aber jetzt sehne ich mich nach professioneller verwegener Gelassenheit.</p>
<p>Der Mann vor mir steht auf und dreht sich um. Mir gefriert das Blut in den Adern und entsetzt schaue ich ihn an. Er erwidert meinen Blick verwundert, geht zur Tür und steigt aus. Seltsam, dass niemandem diese Szene aufgefallen ist. Oder beobachtet mich der Busfahrer doch im Rückspiegel?</p>
<p>An der Bibliothek steigen massenhaft Studenten ein. Ich verliere den Überblick. Waren Kontrolleure dabei? Herrjemine, das waren einfach zuviele. Andererseits würde ich auf die Art vielleicht früher entkommen, wenn ich von weit hinten schon das &#8220;Die Fahrkarten bitte!&#8221; höre. Steigen die eigentlich vorne oder hinten ein?</p>
<p>Die letzte Haltestelle bevor ich aussteigen muss. Die Türen schließen und zum ersten Mal wage ich zaghaft aufzuatmen: Kein Kontrolleur kann jetzt noch zusteigen. Da öffnet der Busfahrer die Türen nochmal für einige Zuspätkommer und ich sinke in meinem Sitz zusammen. Innerlich bete, bettle und flehe ich den Busfahrer an: Fahr doch, fahr doch bitteeee!</p>
<p>Wir sind fast da, aber eine Ampel kostet mich den letzten Nerv. Vielleicht wacht just in diesem Moment ein übermüdeter Kontrolleur auf. Vielleicht ist es die Frau neben mir. Vielleicht ahnt gerade jetzt der Busfahrer, dass dieses zusammengesunkene hochrote Würstchen da hinten keinen Fahrschein hat und bittet mich nach vorn zu kommen. Ich würde sofort alle 2-€-Stücke dieser Welt in meinem Portemonaie unterbringen, wenn ich dafür nur eine Fahrkarte hätte.</p>
<p>Endlich. Ich darf aussteigen. Der Schweiß läuft als stünde ich in strömendem Regen. Ich komme mir vor als hätte ich einen Horrorfilm in Überlänge und 3D gesehen.</p>
<p>Auf dem Rückweg meide ich den Bus, denn ich habe wieder keine Lust auf zentnerweise Münzen. Die eine Stunde Spaziergang um kurz nach Mitternacht vergeht wie im Flug.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/666/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/666/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=666&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Behindert sein &#8211; ohne Erlaubnis?!</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 14:29:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kürzlich las ich einen Artikel über ein kleines Mädchen mit einer Malformation der Vena Galeni. Die Mutter erklärt: Die Vena Galeni ist eine der Hauptvenen im Gehirn. Der schwarze Fleck ist ein Kurzschluss zwischen einer Arterie und dieser Vene. Normalerweise fließt das sauerstoffreiche Blut durch die Arterie zum Gehirn, gibt dort den Sauerstoff ab und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=658&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kürzlich las ich einen <a title="Dass es dich gibt - Zeit" href="http://www.zeit.de/2012/03/Kind-Behinderung/seite-1" target="_blank">Artikel über ein kleines Mädchen</a> mit einer Malformation der Vena Galeni. Die Mutter erklärt:</p>
<blockquote><p>Die Vena Galeni ist eine der Hauptvenen im Gehirn. Der schwarze Fleck ist ein Kurzschluss zwischen einer Arterie und dieser Vene. Normalerweise fließt das sauerstoffreiche Blut durch die Arterie zum Gehirn, gibt dort den Sauerstoff ab und fließt danach durch die Vene wieder zurück zum Herzen, bei unserem Baby geht es von der Arterie direkt in die Vene. Das sauerstoffreiche Blut nimmt eine Abkürzung – am Gehirn vorbei. Und weil dieser Weg weniger Widerstand bietet, fließt immer mehr Blut zurück, sackt die Ader weiter aus. Das Herz schlägt schneller und schneller, pumpt und pumpt und pumpt beim Versuch, das Hirn doch noch mit ausreichend Blut zu versorgen, pumpt so lange, bis es kollabiert. Lottas Herz schlägt in der Ruhe des Bauches schon jetzt, als joggte sie.</p></blockquote>
<p>In diesem Artikel setzt sich die Mutter anhand ihres Kindes mit dem Umgang unserer Gesellschaft mit Behinderungen auseinander. Sie beschreibt, wie andere Menschen sie ansprechen und sich wortlos, aber merklich, wundern, dass sie sich für die Geburt entschieden hat, obwohl sie vorher wusste, was geschehen würde.</p>
<blockquote><p>Ein behindertes Kind, das muss in Deutschland heute doch nicht mehr sein. Dafür gibt es Vorsorgeuntersuchungen, Pränataldiagnostik, Abtreibungen, notfalls Spätabtreibungen. Und doch werden in Deutschland immer noch behinderte Kinder geboren. Laut Statistischem Bundesamt haben 2009, in dem Jahr, in dem Lotta geboren wird, 365 Babys unter einem Jahr einen Schwerbehindertenausweis aufgrund einer angeborenen Behinderung. Lotta ist keins von ihnen, wir beantragen den Ausweis erst später, so wie viele andere Eltern.</p></blockquote>
<p>Sie beschreibt auch, wie Menschen demonstrativ weggucken, wenn sie mit ihrem Kinderwagen kommt, wahrscheinlich um sie nicht anzuschauen. Sie erlebt die Hilflosigkeit von Menschen gegenüber ihrem Kind und rät:</p>
<blockquote><p>Wer alle kleinen Kinder anlacht, sollte auch mit meiner Tochter flirten. Wer sich nicht für Babys interessiert, sollte auch ein behindertes nicht anstarren. In einem Wort: Natürlichkeit. Die ist unmöglich, wenn man jede Geste reflektiert. Wer so eine Gebrauchsanweisung nötig hat, bei dem wird sie nicht funktionieren.Der muss versuchen, Behinderte so gut kennenzulernen, dass sie nichts Besonderes mehr sind. Und bis dahin: Schauen Sie nicht auf den Rollstuhl, sondern in die Augen, und reden Sie über das Wetter.</p></blockquote>
<p>Aber sie erlebt auch ihre eigene Hilflosigkeit, vor allem am Anfang ihrer Geschichte. Zum Beispiel als sie sich entscheiden muss, wie sie von ihrem Kind redet. Wir reden oft von Behinderungen. Die meisten von uns sind nicht persönlich betroffen, es ist leicht, darüber zu reden. Es ist leicht zu sagen, dass Behinderte auch ihren Platz in unserer Gesellschaft haben sollten.<span id="more-658"></span></p>
<blockquote><p>Über verpatzte künstliche Befruchtungen wird freier geredet als über Behinderungen. »Darf ich behindert sagen?«, fragt mich eine Freundin. »Das klingt so abwertend.« In den Broschüren des Gesundheitsamts ist Lotta ein Kind »mit erhöhtem Förderbedarf«. Was soll das sein? Auf der Website eines Kinderladens gibt es neben der Kategorie »Baby« und »Spielzeug« den Punkt »Besondere Kinder«. Ist Ben [der gesunde Bruder] nicht besonders? Im Englischen sind geistig Behinderte »mentally challenged«, geistig herausgefordert. Sind wir so verklemmt, dass wir die Tatsachen verdrehen?</p></blockquote>
<p>In der interkulturellen Kommunikation gibt es einen Test, der zeigen soll, wie Menschen mit Fremdheit umgehen. Es werden Fragen gestellt wie: Sind Sie gegen Ausländer? Wären Sie einverstanden, wenn es Ausländer in Ihrer Stadt gibt? In Ihrem Viertel? Als Ihr Nachbar? Wenn er Ihre Tochter heiratet? Dabei zeigt sich häufig, dass auch Menschen, die von sich sagen, dass sie nichts gegen Fremde hätten, dann doch nicht so ganz glücklich sind, wenn sie in ihrem persönlichen Umfeld auftauchen. Mich würde nicht wundern, wenn dieser Test auch beim Thema Behinderte funktionieren würde. Behinderte sind uns genauso fremd. Vielleicht sogar noch fremder&#8230;</p>
<blockquote><p>Ja, Lotta gefällt es am Meer, auch wenn sie nicht buddeln kann. Um Glück zu empfinden, muss man nicht laufen können, um zu lieben, nicht sehen können.</p></blockquote>
<p>Woran mag das liegen? Vielleicht daran, dass uns Menschen, die sich anders verhalten oder anders sprechen, gar anders aussehen, im Alltag häufiger begegnen als Menschen, die sich irgendwie unkontrolliert anders verhalten oder bei denen wir aus anderen Gründen eine Behinderung vermuten. Vielleicht daran, dass Unternehmen gelernt haben, dass Diversity Management nicht nur Gender, sondern auch kulturelle Vielfalt beschreibt, aber Behinderte trotz entsprechender Versprechen in Jobausschreibungen doch eher selten eingestellt werden. Wann hat ein behinderter Mensch denn die gleiche Qualifikation wie ein nicht-behinderter? Wann haben zwei nicht-behinderte Menschen je die genau gleiche Qualifikation?</p>
<blockquote><p>Wir haben ein anderes Vena-Galeni-Kind kennengelernt, Lukas. Als er zwei Jahre alt war, hatten die Ärzte ihn schon abgeschrieben, heute geht er auf eine Regelschule und spielt Fagotthorn. Diese Ungewissheit müssen wir aushalten.</p></blockquote>
<p>Wir haben Angst vor der Begegnung, vielleicht ärgern wir uns sogar darüber, wollen uns gern der Gefahr der Begegnung aussetzen um Normalität zu lernen, aber sie bewusst suchen &#8211; wäre das nicht schon wieder positive Diskriminierung? Es ist so, wie wenn jemand sagt: Wow, du hast muslimische Freunde? Das sollte ich eigentlich auch haben. Ich habe Freunde, denke ich mir, und ja, ein paar sind Muslime, na und?</p>
<p>Manche Rassismus-Experten raten, Unterschiede nicht bewusst zu übersehen. Das finde ich richtig. Und tatsächlich habe ich die meisten meiner muslimischen Freunde beim interreligiösen Dialog kennengelernt. Aber jetzt sind viele meine Freunde, erst wenn ich darüber nachdenke, fällt mir ein, dass sie auch Muslime sind. Als mich kürzlich jemand fragte, ob ich eigentlich Schwarze persönlich kennen würde, verneinte ich spontan. So ein Unsinn, ein Freund, für mich wie ein Bruder, ist schwarz. Habe ich das verdrängt? Nein. Aber wenn ich an ihn denke, fällt mir zusammen erlebtes ein und dass ich ihn dringend mal wieder anrufen müsste &#8211; nicht, welche Hautfarbe er hat.</p>
<p>Kann es Rassismus gegen Behinderte geben? Etwas ähnliches, ja, denke ich. Egal, wie man es nennt. Jedenfalls muss man genauso dagegen vorgehen: Aufklärung, persönlicher Umgang und langsam einkehrende Normalität. Es geht nicht darum, Neues dazu zu lernen. Es geht darum, altes Gedankengut zu verlernen.</p>
<blockquote><p>Hinter einem behinderten Kind kann man sich prima verstecken vor langweiligen Spielgruppen oder unangenehmen Pflichten. Aber nicht vor einem Dreijährigen. Ben hindert mich am Grübeln und zeigt mir, dass es im Grunde egal ist, ob Lotta nun behindert ist oder nicht. In seinem Alltag zählt nur, ob sie mit ins Planschbecken kommt.</p></blockquote>
<p>Während wir verlernen, begreifen wir, dass Andere auch glücklich sein können. Die mit dem anderen Geschlecht, der anderen Religion, der anderen Hautfarbe, der Behinderung. Es gibt nicht nur einen Weg zum Glücklich-Sein, sondern ganz ganz viele &#8211; Gott sei Dank. Wir haben nicht das Recht, darüber zu entscheiden, wie und ob andere leben. Wir haben auch nicht das Recht, ihr Leben zu werten.</p>
<blockquote><p>In der Zeitung lese ich von einer belgischen Studie über sogenannte Locked-in-Patienten, Menschen, die so vollständig gelähmt sind, dass sie nur noch per Wimpernschlag mit ihrer Umwelt kommunizieren können, etwa als Folge eines Schlaganfalls. Dann doch lieber tot, oder? 72 Prozent der befragten Patienten sehen das nicht so, sie bezeichnen sich selbst als glücklich.</p></blockquote>
<p>(<a title="Dass es dich gibt - Zeit" href="http://www.zeit.de/2012/03/Kind-Behinderung/seite-1" target="_blank">Den vollständigen Artikel kann man hier nachlesen.</a>)</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Die (Un-)Wahrheiten der Medien</title>
		<link>http://wendepunkte.wordpress.com/2012/01/12/die-un-wahrheiten-der-medien/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 16:11:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bahá'í-Religion]]></category>
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		<description><![CDATA[oder: Wie man religiöse Minderheiten unterdrückt Man könnte sagen: Jede Religion war einmal eine religiöse Minderheit und wurde von entsprechenden schon vorhandenen Mehrheiten verfolgt, gehetzt, unterdrückt – bevorzugt in ihrem Ursprungsland. Dies trifft jedenfalls unter anderem auf die 1844 in Persien (heutiger Iran) entstandene Bahá&#8217;í-Religion zu. Der erste, der zwei Gottesoffenbarer, auf die sie sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=647&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>oder:</em> <strong>Wie man religiöse Minderheiten unterdrückt<br />
</strong></p>
<p>Man könnte sagen: Jede Religion war einmal eine religiöse Minderheit und wurde von entsprechenden schon vorhandenen Mehrheiten verfolgt, gehetzt, unterdrückt – bevorzugt in ihrem Ursprungsland.</p>
<p>Dies trifft jedenfalls unter anderem auf die 1844 in Persien (heutiger Iran) entstandene Bahá&#8217;í-Religion zu. Der erste, der zwei Gottesoffenbarer, auf die sie sich beruft, &#8211; genannt der „Báb“ (das „Tor“) &#8211; wurde von der iranischen Regierung hingerichtet. Bahá&#8217;u'lláh („Herrlichkeit Gottes“), der vom Báb angekündigt wurde, wurde mehrmals verbannt, gefangen genommen und starb schließlich eines natürlichen Todes in einem Landhaus in der Nähe der damaligen Gefängnisstadt &#8216;Akká.</p>
<p>Seither (und auch zu Lebzeiten der beiden Zentralgestalten) werden die Bahá&#8217;í insbesondere in ihrem Ursprungsland, dem Iran, verfolgt, gedemütigt und ihrer Rechte beraubt.<br />
Während die westlichen Medien von Menschenrechtsverletzungen und Appellen verschiedener Regierungen (u.a. der deutschen) und Organisationen (u.a. Amnesty International) an die iranische Regierung berichten, findet sich in der inländischen Presse ein ganz anderes Bild der Situation.</p>
<p>Im Folgenden soll die Darstellung der Situation der Bahá&#8217;í im Iran in den iranischen Medien anhand eines Artikels der <a title="Originalartikel" href="http://english.farsnews.net/newstext.php?nn=8712060416" target="_blank">Fars News Agency</a>  untersucht und diese mit der Darstellung der westlichen Medien verglichen werden.</p>
<p><em>&#8220;The Iranian government has provided the Bahai sect in Iran with all the facilities offered to other Iranian citizens,&#8221; Najafabadi [Generalstaatsanwalt des Iran] said in an interview with press tv on Monday.</em></p>
<p>Leider lässt sich eine solche Aussage in den westlichen Medien nicht wiederfinden. So<a title="Originalartikel der CNN" href="//www.cnn.com/2008/WORLD/meast/05/22/iran.bahais/" target="_blank"> titelt CNN</a> schon am 22.05.08 „Iran &#8216;plans to destroy Baha&#8217;i community&#8217;“  und die Zeitung <a title="Originalartikel von Die Welt" href="http://debatte.welt.de/kolumnen/73/iran+aktuell/103216/baha+leben+im+iran+ohne+menschenrechte" target="_blank">„Die Welt“ berichtet</a> am 12.12.08 von „Staatliche[m] Bildungsverbot für Bahai“ &#8211; „Kulturelles Verbrechen“ &#8211; „Friedhofsschändungen staatlich gelenkt“ &#8211; „Willkürliche Verhaftungen“  &#8211; um nur einen kleinen Teil des gesamten Spektrums an staatlichen Verfolgungen und Benachteiligungen zu nennen.</p>
<p>Jedoch steht das Volk nicht mehr vollständig hinter diesen Aktionen: „Über 240 iranische Intellektuelle haben einen offenen Brief geschrieben, in dem sie sich »beschämt« darüber zeigen, dass die Bahai »seit anderthalb Jahrhunderten ihrer Rechte in Iran beraubt werden«“, <a title="Originalartikel in Die Zeit" href="http://www.zeit.de/2009/10/Bahai" target="_blank">schreibt &#8220;Die Zeit&#8221;</a> .</p>
<p><em>The top Iranian judiciary official made the remarks in response to Western claims that the Islamic Republic has violated the rights of Bahais in Iran.</em></p>
<p>Eben diese Anklagen finden sich oben und sind durchaus berechtigt. Auf einer Pressekonferenz vom 25.09.07  antwortet der Präsident des Irans <span id="more-647"></span>auf Anfragen die Verfolgung der Bahá&#8217;í betreffend mit seinen Zweifeln an der göttlichen Gesandtheit der Zentralgestalten der Bahá&#8217;í-Religion. Nun besagt Artikel 2 der <a title="Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (amnesty international)" href="http://www.amnesty.de/alle-30-artikel-der-allgemeinen-erklaerung-der-menschenrechte" target="_blank">Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte</a> aber keineswegs, dass er selbst dieser Religion zustimmen müsste: „Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2012/01/12/die-un-wahrheiten-der-medien/"><img src="http://img.youtube.com/vi/XV2qZtB8W3c/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p><em>According to the Iranian cleric, there is irrefutable evidence that many adherents of the Bahai sect are in close contact with the enemies of the Iranian nation and have strong links to the Zionist regime.</em></p>
<p>Der wahre Kern dieser Aussage ist schnell gefunden: Das wichtigste Heiligtum und Sitz der Bahá&#8217;í-Administration ist in Haifa, Israel. Der Sprecher der deutschen Bahá&#8217;í-Gemeinde in Fragen von Menschenrechtsverletzungen nennt und <a title="Originalinterview mit Die Zeit" href="http://www.zeit.de/online/2009/09/iran-bahai-spionage" target="_blank">erklärt der Zeitung „Die Zeit“</a> in einem Interview weitere Anklagepunkte: „Es geht um Spionage für Israel, Beleidigung religiöser Gefühle und Propaganda gegen die islamische Republik. Alle drei Anklagepunkt sind absurd. Die Anklage auf Spionage stützt sich beispielsweise darauf, dass die inhaftierten Bahai in Kontakt waren mit dem religiösen Zentrum der Bahai, das in Israel ist. Das hat nichts mit dem Staat Israel zu tun oder mit den Interessen Israels, sondern ist einfach ein historisches Faktum. Der Spionagevorwurf hat Tradition in Iran: Wir waren zuerst Spione Russlands, dann Englands, dann Amerikas und jetzt sind wir Spione für Israel. Dahinter steckt das Befremden der konservativen Mullahs gegenüber dem modernen Gedanken, die die Bahai-Religion lehrt. In deren Augen müssen die Bahai deswegen einfach westlich unterwandert sein.“</p>
<p><em>&#8220;We have always showed great kindness to the Bahai citizens in Iran. We just oppose such relations,&#8221; he explained. </em><br />
<em>Although members of the Bahai sect have admitted their charges in various cases, the West, especially the United States, claims that Iran has violated their human rights by making attempts to suppress the cult. </em><br />
<em>&#8220;We (as the state) offer a variety of services to the Bahai sect in Iran and respect them as human beings, but not as insiders, spies, or a political grouplet supported by Britain and Israel to cause disturbance in Iran,&#8221; Najafabadi went on to say.</em></p>
<p>Hier finden sich die o.g. Anklagepunkte wieder. Die Verfolgung der Bahá&#8217;í wird hier erneut deutlich nicht religiös, sondern politisch begründet. Dies wird von westlicher Seite her allgemein bezweifelt.</p>
<p><em>On Wednesday, Tehran&#8217;s deputy prosecutor Hassan Haddad announced that seven members of the Bahai sect, who were evolved in espionage activities against Iran, would soon be tried.</em></p>
<p>Auch <a title="Originalartikel von Die Zeit" href="http://www.zeit.de/2009/10/Bahai" target="_blank">„Die Zeit“ berichtet hierüber</a>: „Sieben führende Mitglieder des Bahai-Glaubens sollen dieser Tage vor Gericht gestellt werden. Man wirft ihnen »Spionage für Israel« und »Propaganda gegen den iranischen Staat« vor. Seit Monaten wurden die sieben ohne formelle Anklage festgehalten und ihre Anwälte schikaniert. Selbst die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi wird unter den Augen der Behörden drangsaliert und denunziert, seit sie die Aufgabe übernommen hat, die Angeklagten zu verteidigen. Es wurden gar Gerüchte lanciert, Ebadis Tochter sei zum Bahai-Glauben übergetreten. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, droht den geistigen Führern der Bahai die Todesstrafe“ .</p>
<p>Ob es sich um eine korrekte Gerichtsverhandlung oder um einen Schauprozess handeln wird, ist unklar. Diese Verhandlung wird sich jedoch – trotz zweifelhafter politischer Anklage – politisch auswirken: So äußerte Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass „ohne korrektes Gerichtsverfahren [..] »eine Belastung der Beziehungen der Staatengemeinschaft mit Iran« [drohe]“7.<br />
Es ist bemerkenswert, wie leicht eine ursprünglich religiöse Angelegenheit auf die politische Ebene übertragen werden kann.</p>
<p>Es lässt sich also einmal mehr feststellen, dass Medien auch und vielleicht sogar besonders in religiösen Angelegenheiten stark missbraucht werden können und es daher nicht reicht, sich mit einer Informationsquelle auseinanderzusetzen. Es bedarf verschiedener Quellen um die Wahrheit, soweit sie in den Medien vermittelt werden kann, zu finden.</p>
<p>Stand: April 2009. <a title="Verfolgung der Bahai im Iran" href="http://iran.bahai.de/" target="_blank">Aktuelle Informationen gibt&#8217; s hier</a>, eine kurze Übersicht zur Geschichte der Bahá&#8217;í im Iran <a title="Bahai im Iran - wendepunkte" href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/07/11/bahai-im-iran/" target="_blank">hier im Blog</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/647/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/647/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=647&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Weihnachtsreflektionen einer Bahá&#8217;í</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 11:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[(Bildquelle) Ist Weihnachten für Andersgläubige anders? Die Antwort auf diese Frage scheint irgendwie selbstverständlich zu sein. Aber was hilft die Antwort, wenn die Frage nie gestellt wird? Nicht bewusst jedenfalls, dabei reden wir doch dauernd über unser multireligiöses Deutschland und ob der Islam jetzt dazu gehört oder nicht oder vielleicht schon viel länger tut als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=637&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><a href="http://dasaunddaso.wordpress.com/2011/12/24/zu-weihnachten/"><img class="aligncenter" title="Weihnachten" src="http://dasaunddaso.files.wordpress.com/2011/12/weihnachten.jpg?w=275&#038;h=191" alt="" width="275" height="191" /></a></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Bildquelle" href="http://dasaunddaso.wordpress.com/2011/12/24/zu-weihnachten/" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p>Ist Weihnachten für Andersgläubige anders?</p>
<p>Die Antwort auf diese Frage scheint irgendwie selbstverständlich zu sein. Aber was hilft die Antwort, wenn die Frage nie gestellt wird? Nicht bewusst jedenfalls, dabei reden wir doch dauernd über unser multireligiöses Deutschland und ob der Islam jetzt dazu gehört oder nicht oder vielleicht schon viel länger tut als wir alle denken. Plötzlich scheint sich jeder auf unsere jüdisch-christliche Tradition zu besinnen und doch sind die Medien und überhaupt alles jetzt voll von Weihnachtsfreude und -kommerz. Nichts steht da von Chanukka. Ist unsere „jüdisch-christliche“ Tradition also nur ein Ausdruck politischer Korrektheit? Aber darüber wollte ich eigentlich gar nicht schreiben.</p>
<p>Vielmehr wollte ich erzählen, dass ich mich wundere. Ich wundere mich darüber, wie mir Leute strahlend erzählen, dass ihre Freunde verschiedene Religionen und dass das der Freundschaft keinen Abriss tut. Nein, darüber wundere ich mich noch nicht, denn ich habe hauptsächlich Freunde mit einer anderen Religion, soviele, dass es vielleicht korrekter wäre zu sagen, dass ich eine andere Religion habe. Aber niemand wäre auf die Idee gekommen zu sagen: „Hey, unsere Freundschaft ist besser oder schlechter als andere, weil wir verschiedene Religionen haben“. Wieder ein anderes Thema.</p>
<p>Also, ich, ich wundere mich darüber, dass sich trotzdem so wenige zu etwas anderem als Geburtstag und Weihnachten beglückwünschen. Bei Facebook lese ich ab und zu mal „Id mabruk an meine muslimischen Freunde“ oder ähnliches. Aber das sind nicht viele. Vielleicht wünschen sich viele alles Gute lieber im persönlichen Kontakt oder wenigstens privater Nachricht, als das gleich mit der ganzen Welt zu teilen, fände ich auch besser. Deshalb kann ich nicht pauschalisieren.</p>
<p>Aber wenn ich bspw. während  des Ridvanfests in meine Emails schaue,<span id="more-637"></span> dann finde ich da nur Glückwünsche von anderen Bahá&#8217;í. Die Menschen, mit denen mich die längsten Freundschaften verbinden, und auch meine Familie, die größtenteils christlich ist, schweigen. Natürlich nicht absichtlich, sie wissen gar nicht, wann Ridvan ist, vielleicht haben sie sogar schon wieder vergessen, dass es existiert. Kann ich sie deshalb verurteilen? Nein, kann ich nicht.</p>
<p>Wenn keiner weiß, dass Ridvan zwischen dem 21. April und dem 2. Mai ist, dann ist das nicht unbedingt ihre Schuld. Natürlich weiß ich, wann Weihnachten ist oder sagen wir Pfingsten, auch ein wichtiges christliches Fest, aber nicht so medien- und marktpräsent. Und das nicht nur, weil es in jedem Kalender steht und offizieller Feiertag ist, sondern weil ich damit aufgewachsen bin. Die Bahá&#8217;í-Feiertage sind nicht so präsent und nicht jeder hat einen <a title="Interreligiöser Kalender" href="http://www.feste-der-religionen.de/" target="_blank">interreligiösen Kalender</a> daheim (<a title="Kalender s.u. zum runterladen" href="http://dialog-der-religionen-aachen.de/seiten/interreligioeser-kalender?view=detail&amp;id=d5178020-f31d-40ea-88bd-e866166833c1" target="_blank">schade eigentlich</a>!).</p>
<p><a href="http://dialog-der-religionen-aachen.de/seiten/interreligioeser-kalender?view=detail&amp;id=d5178020-f31d-40ea-88bd-e866166833c1"><img class="aligncenter" title="Interreligiöser Kalender" src="http://dialog-der-religionen-aachen.de/medien/interreligioeser-kalender-2012/8a68b38f-c448-4388-a988-55959045a29d" alt="" width="483" height="341" /></a></p>
<p>Deshalb ist es meine Aufgabe, meine Freunde daraufhinzuweisen. Natürlich wünsche ich mir insgeheim, dass meine Freunde selbst herausfinden, wann „meine“ Feiertage sind und mir selbstständig gratulieren. Schließlich ist der <a title="Bahai-Kalender" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahai-Kalender" target="_blank">Bahá&#8217;í-Kalender </a>doch auch ein Sonnenkalender, sodass man sich die Tage nur einmal merken muss. Aber ich bin genauso chaotisch wie sie und würde es ebenso vergessen, nehme ich an. Habe ich denn meinen muslimischen Freunden gratuliert? Pfui, Hanna, immer erst an die eigene Nase fassen!</p>
<p>Was also tun? Ich habe mir vorgenommen, erst einmal selbst bewusster zu feiern. Zum nächsten Ridvanfest werde ich mir einen Strauß Rosen kaufen und in mein Zimmer stellen. Und ich werde diese Lieblingsblume Bahá&#8217;u'lláhs auch an einige meiner Freunde und meine Familie schicken, zusammen mit Grußkarten zu Ridvan. Und für die Erklärung des Bab und all die anderen Feiertage fällt mir sicher auch noch was ein. Schenken ist doch ohnehin viel schöner als beschenkt zu werden und wer weiß, eines Tages …</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.bahai.us/welcome/principles-and-practices/bahai-calendar/"><img class="aligncenter" title="Bahá'í-Kalender" src="http://www-cdn.bahai.us/files/2011/01/BahaiCalendarGraphic.jpg" alt="" width="301" height="389" /></a></p>
<p style="text-align:right;"><a title="Quelle und größere Darstellung" href="http://www.bahai.us/welcome/principles-and-practices/bahai-calendar/" target="_blank">Quelle und größere Darstellung</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/637/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/637/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=637&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Kunst des Neuanfangs</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 21:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Fang doch einfach nochmal von vorn an, das ist sicher leichter&#8221; ist so ziemlich das Schlimmste, was mir je beim Schreiben &#8211; beispielsweise einer Hausarbeit oder eines Blogeintrags &#8211; gesagt wurde. Zugegebenermaßen: Meist kam das von mir selbst. Die Einsicht ist also da. Nicht nur beim Schreiben, auch sonst, wenn es um Neuanfänge geht. Im [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=633&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Fang doch einfach nochmal von vorn an, das ist sicher leichter&#8221; ist so ziemlich das Schlimmste, was mir je beim Schreiben &#8211; beispielsweise einer Hausarbeit oder eines Blogeintrags &#8211; gesagt wurde. Zugegebenermaßen: Meist kam das von mir selbst.</p>
<p>Die Einsicht ist also da. Nicht nur beim Schreiben, auch sonst, wenn es um Neuanfänge geht. Im Privatleben, in der Karriere, bei der Lieblingsbeschäftigung oder was auch immer. Es ist leicht, Neuanfänge einzusehen, aber nicht so leicht, sie wirklich umzusetzen. Oder doch? Warum schiebt man einen Neuanfang so lange vor sich her?</p>
<p>Seit über einem Jahr weiß ich z. B., dass ich mir überlegen muss, was mit diesem Blog geschieht. Und wenn ich ehrlich bin, wusste ich sehr schnell, was geschehen musste: Ein Neuanfang basierend auf Ausmisten.<span id="more-633"></span> Alle alten Artikel raus, die nicht von mir sind, sondern nur auf Andere verweisen. Und dann ohne zeitlichen Druck einfach schreiben, wenn mir etwas einfällt. Egal, wie selten das ist. Aber dafür wirklich qualitativ. Heute beginne ich damit. Aber warum hat das so lang gedauert? Es war ja nun wirklich nicht schwierig, einmal alle Blogeinträge durchzugehen, viele zu entsorgen und nun dieses Artikel zu schreiben. Mangelnde Zeit vielleicht? Oh ja, immer. Aber bei welchem Thema ist das nicht meine beliebteste Ausrede etwas nicht zu tun? Also was ist der wirkliche Grund?</p>
<p>Ich denke, da gibt es zwei Ebenen: Das Loslösen von der Vergangenheit und die Angst vor der Zukunft. So doof die Gegenwart auch sein mag: Ich weiß, wie es geht, wie meine Umgebung (in diesem Fall meine Leser) darauf reagiert, wie ich mich damit fühle. Das alles kann ich nicht sagen, wenn ich etwas verändere. Ob ich damit wirklich Gutes bewirke oder es sich doch zu meinem Nachteil auswirkt, ist unklar. Ich gehe ein Risiko ein.</p>
<p>Nun ist das Risiko bei Veränderung eines Blogs nicht sehr groß. Ich bin auch nicht auf meine Leser angewiesen, auch wenn natürlich jeder Blogbesuch meinem Selbstbewusstsein gut tut und meinen Ehrgeiz nährt. Aber das Risiko ist minimal verglichen beispielsweise mit einem Freund, der &#8211; nicht ganz jung und nicht ganz alt &#8211; beruflich und privat einen Neuanfang gewagt hat. Einen Traum verwirklicht hat in der Hoffnung, dass weitere Verwirklichungen folgen. Oder eine Freundin, die sich nach langem Hin und Her in eine völlig neue Situation begeben hat, obwohl alles bisher sicher und bequem war und eigentlich auch gar nicht schlecht. Beide fragen sich hin und wieder, ob dieser Neuanfang eine gute Idee war. Noch scheint nicht klar zu sein, welche Konsequenzen er hat.</p>
<p>Aber seien wir doch mal ehrlich: Wir treffen täglich hunderte Entscheidungen, sind uns der Konsequenzen selten ganz bewusst, stellen auch mal Fehler fest und sind trotzdem ganz zufrieden damit. Die Ampel ist rot und ich habe einen wichtigen Termin: Geh ich drüber und riskiere im Schlimmstfall mein Leben (weniger schlimm eine Geldstrafe der Zivilpolizei) oder komme ich zu spät zum Termin. Wer bleibt vor dieser Ampel drei Rotphasen lang stehen und überlegt, was er tun sollte? Richtig. Niemand. Wir handeln intuitiv, mal richtig, mal falsch. Und wenn etwas falsch war, na, dann haben wir eben daraus gelernt.</p>
<p>An sich gilt genau diese Regel auch für Neuanfänge im Kleinen und Großen: Wir wissen nicht was geschehen wird, aber es kann nur gut enden. Denn auch wenn die Entscheidung falsch war, haben wir daraus gelernt. Deshalb sollten wir sie natürlich nicht leichtfertig fällen, aber sie uns auch nicht so schwer machen, dass wir zum Schluss mit keiner Lösung zufrieden sind, weil wir uns dauernd fragen, ob wir das Richtige getan haben.</p>
<p>Also auf zu neuen Ufern und rein ins kalte Wasser!</p>
<p>Ab jetzt ist mein Blog wieder da &#8211; nicht mehr regelmäßig, aber dafür hoffentlich qualitativer und ebenso vielfältig wie bisher &#8211; viel Spaß! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/633/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/633/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=633&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Werfen wir mit Münzen!</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 13:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eckart von Hirschhausen spricht über die Psychologie des Geldes und rät u.a. : Werft mit Kleingeld, davon werdet ihr nicht ärmer, aber der Finder ist den restlichen Tag glücklich Wer noch nicht genug von ihm hat, hier noch mehr zu Glück, Medizin und vielem mehr: Hier gehts zum angekündigten emotionalen Airbag von Humor hilft Heilen&#8230;<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=512&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eckart von Hirschhausen spricht über die Psychologie des Geldes und rät u.a. : Werft mit Kleingeld, davon werdet ihr nicht ärmer, aber der Finder ist den restlichen Tag glücklich <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/FnzcDgcFYbA/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Wer noch nicht genug von ihm hat, hier noch mehr zu Glück, Medizin und vielem mehr:</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/kPSpwc7ruYI/2.jpg" alt="" /></a></span><span id="more-512"></span></p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/2dnE9Fl87Ls/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/HaCExV7vpCA/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/X-8aUC_SZ7o/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/oqedY6RM8xE/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/rUVSvLGIgs4/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Hier gehts zum angekündigten emotionalen Airbag von <a title="Humor hilft heilen-Nase" href="http://www.humorhilftheilen.de" target="_blank">Humor hilft Heilen</a>&#8230;</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/17/werfen-wir-mit-munzen/"><img src="http://img.youtube.com/vi/mSWlXb28nQE/2.jpg" alt="" /></a></span>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/512/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/512/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=512&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Gefahr der einzigen Geschichte</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 14:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenanstöße]]></category>
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		<description><![CDATA[Chimamanda Ngozi Adichie ist eine nigerianische Schriftstellerin, die international sehr bekannt ist und deren Werke u.a. auch ins Deutsche übersetzt wurden. In dieser 20minütigen Rede auf TED spricht sie über die &#8220;Gefahr der einzigen Geschichte&#8221;, man könnte auch sagen: Die Gefahr des einzigen Blickwinkels oder der Scheuklappen, mit denen man nichts sieht außer jenem, was einem direkt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=503&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Website von Adichie" href="http://www.l3.ulg.ac.be/adichie/" target="_blank">Chimamanda Ngozi Adichie </a>ist eine nigerianische Schriftstellerin, die <a title="BBC: The new face of nigerian literature?" href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/6731387.stm" target="_blank">international sehr bekannt </a>ist und deren Werke u.a. auch ins Deutsche übersetzt wurden. In dieser 20minütigen Rede auf <a title="TED (about)" href="http://www.ted.com/pages/view/id/5" target="_blank">TED</a> spricht sie über die &#8220;Gefahr der einzigen Geschichte&#8221;, man könnte auch sagen: Die Gefahr des einzigen Blickwinkels oder der Scheuklappen, mit denen man nichts sieht außer jenem, was einem direkt vor die Nase gesetzt wird. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf Afrika, geht aber auch auf andere Bereiche ein, in denen derartiges geschieht.</p>
<p>Die Rede ist in englischer Sprache, man kann aber auch deutsche Untertitel einblenden lassen (subtitles). Außerdem habe ich eine von TED bereitgestellte Übersetzung angefügt, in der ich einige ihrer Beispiele für Interessierte direkt zum Weiterlesen verlinkt habe.</p>
<object width="446" height="326"><param name="movie" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="bgColor" value="#ffffff"></param> <param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/ChimamandaAdichie_2009G-medium.flv&su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ChimamandaAdichie-2009G.embed_thumbnail.jpg&vw=432&vh=240&ap=0&ti=652&introDuration=16500&adDuration=4000&postAdDuration=2000&adKeys=talk=chimamanda_adichie_the_danger_of_a_single_story;year=2009;theme=speaking_at_tedglobal2009;theme=the_creative_spark;theme=master_storytellers;theme=new_on_ted_com;theme=words_about_words;event=TEDGlobal+2009;&preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><embed src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" bgColor="#ffffff" width="446" height="326" allowFullScreen="true" flashvars="vu=http://video.ted.com/talks/dynamic/ChimamandaAdichie_2009G-medium.flv&su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/ChimamandaAdichie-2009G.embed_thumbnail.jpg&vw=432&vh=240&ap=0&ti=652&introDuration=16500&adDuration=4000&postAdDuration=2000&adKeys=talk=chimamanda_adichie_the_danger_of_a_single_story;year=2009;theme=speaking_at_tedglobal2009;theme=the_creative_spark;theme=master_storytellers;theme=new_on_ted_com;theme=words_about_words;event=TEDGlobal+2009;"></embed></object>
<p>Ich bin eine Geschichtenerzählerin. Und ich möchte Ihnen ein paar persönliche Geschichten erzählen, über das, was ich &#8220;Die Gefahr der einzigen Geschichte&#8221; nenne. Ich bin auf einem Universitätsgelände im Osten <a title="Offizielle Website der nigerianischen Regierung" href="http://www.nigeria.gov.ng/" target="_blank">Nigerias</a> aufgewachsen. Meine Mutter sagt, dass ich mit zwei Jahren zu lesen angefangen habe; ich denke allerdings, dass vier wohl eher der Wahrheit entspricht. Ich fing also früh an zu lesen. Und was ich las, waren britische und amerikanische Kinderbücher.</p>
<p>Ich fing auch früh an zu schreiben. Und als ich, mit ungefähr sieben Jahren, anfing zu schreiben, mit Bleistift geschriebene Geschichten mit Buntstiftbildern, die meine arme Mutter gezwungen war zu lesen, schrieb ich genau die Art von Geschichten, die ich las. All meine Charaktere waren weiß und blauäugig. Sie spielten im Schnee. Sie aßen Äpfel. <span id="more-503"></span>(Gelächter) Und sie sprachen viel über das Wetter, wie schön es war, dass die Sonne herauskam. (Gelächter) Nun, und dabei lebte ich in Nigeria. Ich war niemals außerhalb Nigerias gewesen. Wir hatten keinen Schnee. Wir aßen Mangos. Und wir sprachen niemals über das Wetter, weil das nicht nötig war.</p>
<p>Meine Charaktere dranken auch viel Ingwer-Limonade, weil die Menschen in den britischen Büchern, die ich las, Ingwerlimonade tranken. Es spielte keine Rolle, dass ich nicht wusste, was Ingwer-Limonade ist. (Gelächter) Und noch jahrelang hatte ich das tiefe Verlangen, Ingwer-Limonade zu probieren. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>
<p>Ich denke, diese Geschichte zeigt, wie beeinflussbar und schutzlos wir angesichts einer Geschichte sind, <a title="Rassistische Tendenzen in Kinderbüchern" href="http://www.afrikanet.info/menu/kids-jugend/jugendliteratur/datum/2008/11/15/rassistische-tendenzen-in-kinderbuechern/" target="_blank">besonders als Kinder</a>. Da alles, was ich gelesen hatte, Bücher waren, in denen die Personen Ausländer waren, war ich überzeugt, dass Bücher, von Natur aus, Ausländer enthalten mussten. Und sie mussten von Dingen handeln, mit denen ich mich nicht identifizieren konnte. Nun, dies änderte sich, als ich afrikanische Bücher entdeckte. Es gab nicht viele davon. Und sie waren nicht so einfach zu finden wie ausländische Bücher.</p>
<p>Aber durch Autoren wie <a title="Achebe - wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chinua_Achebe" target="_blank">Chinua Achebe </a>und <a title="Laye bei wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Camara_Laye" target="_blank">Camara Laye</a>, wandelte sich meine Wahrnehmung von Literatur. Ich erkannte, dass Menschen wie ich, Mädchen mit schokoladenbrauner Haut, deren krause Haare sich zu keinem Pferdeschwanz binden ließen, auch in der Literatur existieren konnten. Ich begann über Dinge zu schreiben, die ich verstand.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Autogrammstunde" src="http://www.nigerianentertainment.com/frontpage/images/stories/May06Images/chimamanda.jpg" alt="" width="450" height="338" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Nigerian Entertainment Online Magazine" href="http://www.nigerianentertainment.com/frontpage/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=32&amp;Itemid+34" target="_blank">Nigerian Entertainment Online Magazine</a>)</p>
<p>Nun, ich liebte die amerikanischen und britischen Bücher, die ich las. Sie regten meine Fantasie an. Sie eröffneten mir neue Welten. Aber die unbeabsichtigte Folge davon war, dass ich nicht wusste, dass Menschen wie ich in der Literatur existieren konnten. Die Entdeckung afrikanischer Autoren machte mit mir folgendes: Sie rettete mich davor, nur eine einzige Geschichte zu kennen, über die Natur von Büchern.</p>
<p>Ich stamme aus einer konventionellen, nigerianischen Familie der Mittelklasse. Mein Vater war Hochschullehrer. Meine Mutter war Verwaltungsangestellte. Und bei uns lebten, wie es die Norm war, Bedienstete, die oft aus den umliegenden Dörfern kamen. In dem Jahr, in dem ich acht wurde, bekamen wir einen neuen Hausdiener. Sein Name war Fide. Das einzige, was meine Mutter uns über ihn erzählte, war, dass seine Familie sehr arm war. Meine Mutter schickte Süßkartoffeln und Reis und unsere alten Kleider zu seiner Familie. Und wenn ich mein Abendessen nicht aufaß, sagte meine Mutter: &#8220;Iss dein Essen auf! Ist dir nicht klar, dass Menschen wie die Familie von Fide nichts haben.&#8221; Deshalb hatte ich großes Mitleid mit Fides Familie.</p>
<p>Dann, an einem Samstag, besuchten wir sein Dorf. Und seine Mutter zeigte uns einen wunderschön geflochtenen Korb aus gefärbtem Bast, den sein Bruder gemacht hatte. Ich war überrascht. Es wäre mir wirklich nicht eingefallen, dass jemand aus seiner Familie irgend etwas herstellen könnte. Alles was ich über sie gehört hatte war, wie arm sie waren, so dass es für mich unmöglich geworden war, sie als irgend etwas anderes zu sehen als arm. Ihre Armut war die einzige Geschichte von ihnen, die ich kannte.</p>
<p>Jahre später dachte ich daran, als ich Nigeria verließ, um in den USA zu studieren. Ich war 19. Meine amerikanische Zimmergenossin war mit mir überfordert. Sie fragte mich, wo ich so gut Englisch zu sprechen gelernt hatte, und war verwirrt als ich ihr sagte, dass in Nigeria zufälligerweise Englisch die Amtssprache ist. Sie fragte, ob sie das, was sie meine &#8220;Stammesmusik&#8221; nannte, hören dürfe, und war dementsprechend sehr enttäuscht, als ich meine Kassette von <a title="Offizielle Mariah Carey Fanpage" href="http://www.mariahcarey.com/" target="_blank">Mariah Carey</a> hervorholte. (Gelächter) Sie nahm an, dass ich nicht wusste, wie man einen Herd bedient.</p>
<p>Was mich wirklich betroffen machte: Sie hatte Mitleid mit mir, bevor sie mich überhaupt gesehen hatte. Ihre Grundhaltung mir gegenüber als Afrikanerin, war eine Art gönnerhaftes, gut meinendes Mitleid. Meine Zimmergenossin kannte nur eine einzige Geschichte über Afrika. Eine einzige verhängnisvolle Geschichte. Diese einzige Geschichte enthielt keine Möglichkeit für Afrikaner, ihr in irgendeiner Weise ähnlich zu sein. Keine Möglichkeit für vielschichtigere Gefühle als Mitleid. Keine Möglichkeit für eine Beziehung als gleichberechtigte Menschen.</p>
<p>Ich muss erwähnen, dass ich mich, bevor ich in die USA kam, nie bewusst als Afrikanerin identifiziert hatte. Aber in den USA wendeten sich die Menschen an mich, wann immer es um Afrika ging. Auch wenn ich nichts über Orte wie <a title="Namibia (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Namibia" target="_blank">Namibia</a> wusste. Aber ich begann diese neue Identität anzunehmen. Und in vielerlei Hinsicht, bezeichne ich mich nun als Afrikanerin. Obwohl ich immer noch ziemlich ärgerlich werde, wenn Afrika als ein Land bezeichnet wird. Das jüngste Beispiel erlebte ich bei meinem ansonsten wunderbaren Flug von Lagos vor zwei Tagen, bei dem es eine Durchsage der Virgin Fluggesellschaft gab über Wohltätigkeitsarbeit in &#8220;Indien, Afrika und anderen Ländern.&#8221; (Gelächter)</p>
<p>Nachdem ich also einige Jahre in den USA als Afrikanerin verbracht hatte, begann ich die Reaktion meiner Zimmergenossin auf mich zu verstehen. Wäre ich nicht in Nigeria aufgewachsen, und alles, was ich über Afrika wusste, stammte aus den gängigen Darstellungen, dann würde auch ich denken, Afrika sei ein Ort wunderschöner Landschaften, wunderschöner Tiere, und unergründlichen Menschen, die sinnlose Kriege führen, an Armut und AIDS sterben, unfähig sind für sich selbst zu sprechen, und die darauf warten, von einem freundlichen, weißen Ausländer gerettet zu werden. Ich würde Afrikaner auf die gleiche Weise betrachten, wie ich als Kind Fides Familie betrachtet hatte.</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Vorurteile Afrika" src="http://ramonllullenglish4all.files.wordpress.com/2010/02/boywithwordssm.jpg?w=245&#038;h=521&#038;h=313" alt="" width="245" height="313" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Bildquelle: all4that" href="http://ramonllullenglish4all.wordpress.com/2010/02/21/taranga-and-stereotypes/" target="_blank">Taranga and Stereotypes</a>)</p>
<p>Ich denke, diese einzige Geschichte Afrikas stammt letztlich aus der westlichen Literatur. Nun, hier ist ein Zitat aus den Schriften eines Londoner Kaufmanns namens <a title="John Locke" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Locke" target="_blank">John Locke</a>, der 1561 nach Westafrika segelte und faszinierende Aufzeichnungen seiner Reise machte. Nachdem er die schwarzen Afrikaner als &#8220;Bestien, die keine Häuser haben&#8221; bezeichnet, schreibt er: &#8220;Es sind auch Menschen ohne Köpfe, die Mund und Augen in ihrer Brust haben.&#8221;</p>
<p>Nun, ich muss jedes Mal lachen, wenn ich das lese. Und man muss die Vorstellungskraft von John Locke bewundern. Aber was seine Aufzeichnungen so wichtig macht, ist, dass sie den Anfang einer Tradition darstellen, Geschichten über Afrika im Westen zu erzählen. Eine Tradition von Schwarzafrika als ein Ort von Schlechtem, von Unterschieden, von Dunkelheit, von Menschen die, mit den Worten des grandiosen Poeten, Rudyard Kipling, &#8220;halb Teufel, halb Kind&#8221; sind.</p>
<p>Und langsam wurde mir klar, dass meine amerikanische Zimmergenossin während ihres Lebens unterschiedliche Versionen dieser einzigen Geschichte gehört und gesehen haben musste, genau wie dieser Professor, der mir einmal sagte, dass mein Roman nicht &#8220;authentisch afrikanisch&#8221; sei. Nun, ich war schon bereit zuzugeben, dass einige Dinge in dem Roman nicht stimmten, dass er an einigen Stellen misslungen war. Aber ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, dass er nicht das geworden war, was man authentisch afrikanisch nannte. Ich wusste tatsächlich nicht, was afrikanische Authentizität war. Der Professor sagte mir, dass meine Charaktere ihm, einem gebildeten Mann aus der Mittelschicht zu sehr ähnelten. Meine Charaktere fuhren Autos. Sie hungerten nicht. <a title="Chika Unigwe: How to be an African" href="http://www.african-writing.com/nine/chikaunigwe.htm" target="_blank">Deshalb waren sie nicht authentisch afrikanisch</a>.</p>
<p>Aber ich muss schnell hinzufügen, dass auch ich in der Frage der einzigen Geschichte nicht ganz unschuldig bin. Vor ein paar Jahren reiste ich aus den USA nach Mexiko. Das politische Klima in den USA war damals angespannt. Und es gab andauernde Einwanderungsdebatten. Und, wie so oft in Amerika, wurde Einwanderung zum Synonym für Mexikaner. Es gab unendlich viele Geschichten über Mexikaner als Menschen, die das Gesundheitssystem schröpften, sich über die Grenze stahlen, an der Grenze verhaftet wurden, und solche Dinge.</p>
<p>Ich erinnere mich, wie ich an meinem ersten Tag in Guadalajara herumlief, beobachtete wie die Menschen zur Arbeit gingen, wie sie auf dem Marktplatz Tortillas zusammenrollten, rauchten und lachten. Ich erinnere mich, dass ich zuerst ein wenig überrascht war. Und dann war ich zutiefst beschämt. Ich hatte erkannt, dass ich von diesen Medienberichten über Mexikaner so durchdrungen worden war, dass diese in meinem Kopf ausschließlich zu bedauernswerten Immigranten geworden waren. Ich glaubte die einzige Geschichte über Mexikaner und ich konnte nicht beschämt genug über mich sein. So kreiert man also eine einzige Geschichte, man zeigt eine Seite eines Volkes, und nur diese eine Seite, immer und immer wieder, und dann wird diese Seite zur Identität.</p>
<p>Es ist unmöglich über die einzige Geschichte zu sprechen, ohne über Macht zu sprechen. Es gibt ein Wort, ein Igbo Wort, an das ich immer denke, wenn ich über die Machtstruktur der Welt nachdenke. Es heißt &#8220;nkali.&#8221; Es ist ein Substantiv, das in etwa übersetzt werden kann als &#8220;größer sein als ein anderer.&#8221; Wie unsere Wirtschafts- und politischen Welten, definieren sich auch Geschichten durch das Prinzip von nkali. Wie sie erzählt werden, wer sie erzählt, wann sie erzählt werden, wie viele Geschichten erzählt werden, wird wirklich durch Macht bestimmt.</p>
<p>Macht ist die Fähigkeit, die Geschichte einer anderen Person nicht nur zu erzählen, sondern sie zur maßgeblichen Geschichte dieser Person zu machen. Der palästinensische Dichter Mourid Barghouti schreibt, dass der einfachste Weg ein Volk zu enteignen darin besteht, seine Geschichte zu erzählen und mit &#8220;zweitens&#8221; zu beginnen. Beginnt man die Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner mit den Pfeilen und nicht mit der Ankunft der Briten, erzählt man eine ganz andere Geschichte. Beginnt man die Geschichte mit dem Scheitern des afrikanischen Staates und nicht mit der Errichtung des afrikanischen Staates durch Kolonisierung, erzählt man eine völlig andere Geschichte.</p>
<p>Unlängst sprach ich an einer Universität, wo ein Student mir sagte, es sei solch eine Schande, dass nigerianische Männer Missbrauchstäter sind, wie der Vater in meinem Roman. Ich sagte ihm, dass ich kürzlich einen Roman gelesen hätte, mit dem Titel &#8220;<a title="American Psycho (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/American_Psycho" target="_blank">American Psycho</a>&#8221; &#8212; (Gelächter) &#8212; und dass es solch eine Schande sei, dass junge Amerikaner Serienmörder sind. (Gelächter) (Applaus) Nun, offensichtlich sagte ich dies in einem Anflug leichter Irritation. (Gelächter)</p>
<p>Es wäre mir nie in den Sinn gekommen zu denken, nur weil ich einen Roman gelesen hatte, in dem eine Person ein Serienmörder war, dass dieser irgendwie alle Amerikaner repräsentierte. Und jetzt bin ich natürlich kein besserer Mensch bin als dieser Student, aber weil Amerika kulturelle und wirtschaftliche Macht besitzt, kannte ich viele Geschichten über Amerika. Ich hatte <a title="Anne Tyler (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Tyler" target="_blank">Tyler</a> und <a title="John Updike (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Updike" target="_blank">Updike</a> und <a title="John Steinbeck (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Steinbeck" target="_blank">Steinbeck</a> und <a title="Mary Gaitskill (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gaitskill" target="_blank">Gaitskill</a> gelesen. Ich kannte nicht nur eine einzige Geschichte über Amerika.</p>
<p>Als ich vor ein paar Jahren lernte, dass Autoren mit einer unglücklichen Kindheit aufwarten müssen, um erfolgreich sein zu können, begann ich darüber nachzudenken, wie ich schlimme Dinge erfinden könnte, die meine Eltern mir angetan hatten. (Gelächter) Aber die Wahrheit ist, dass ich eine sehr glückliche Kindheit hatte, voller Lachen und Liebe, in einer sehr eng verbundenen Familie.</p>
<p>Aber ich hatte auch Großväter, die in Flüchtlingslagern starben. Mein Cousin Polle starb, weil er keine ausreichende medizinische Versorgung bekam. Einer meiner besten Freunde, Okoloma, starb bei einem Flugzeugunglück, weil unsere Feuerwehrautos kein Wasser hatten. Ich wuchs unter repressiven Militärregimen auf, die Bildung nicht wertschätzten, so dass manchmal die Gehälter meiner Eltern nicht bezahlt wurden. Und so erfuhr ich als Kind, wie die Marmelade vom Frühstückstisch verschwand, dann verschwand Margarine, dann wurde Brot zu teuer, danach wurde die Milch rationiert. Und vor allem, drang eine Art alltäglicher politischer Angst in unser Leben ein.</p>
<p>All diese Geschichten machen mich zu der Person, die ich bin. Aber wenn man nur auf diesen negativen Geschichten beharrt, wird damit meine Erfahrung abgeflacht und viele andere Geschichten, die mich formten werden übersehen. Die einzige Geschichte formt Klischees. Und das Problem mit Klischees ist nicht, dass sie unwahr sind, sondern dass sie unvollständig sind. Sie machen eine Geschichte zur einzigen Geschichte.</p>
<p>Afrika ist natürlich ein Kontinent mit vielen Katastrophen. Es gibt ungeheure, wie die schrecklichen Vergewaltigungen im Kongo. Und deprimierende, wie die Tatsache, dass sich in Nigeria 5000 Menschen auf eine freie Arbeitsstelle bewerben. Es gibt aber auch andere Geschichten, die nicht von Katastrophen handeln. Und es ist sehr wichtig, sogar genauso wichtig, über sie zu reden.</p>
<p>Ich hatte immer das Gefühl, es sei unmöglich, sich richtig mit einem Ort oder einer Person zu beschäftigen, wenn man sich nicht mit allen Geschichten dieses Ortes oder dieser Person beschäftigt. Die Folge der einzigen Geschichte ist diese: Es beraubt die Menschen ihrer Würde. Sie erschwert es uns, unsere Gleichheit als Menschen zu erkennen. Sie betont eher unsere Unterschiede als unsere Gemeinsamkeiten.</p>
<p>Was wäre, wenn ich nun vor meiner Reise nach Mexiko die Einwanderungsdebatte auf beiden Seiten verfolgt hätte, auf der amerikanischen und der mexikanischen? Was wäre, wenn meine Mutter uns erzählt hätte, dass Fides Familie arm und fleißig ist? Was wäre, wenn wir einen afrikanischen Fernsehsender hätten, der verschiedene afrikanische Geschichten in der ganzen Welt verbreitet? Was der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe &#8220;ein Gleichgewicht der Geschichten&#8221; nennt.</p>
<p>Was wäre, wenn meine Zimmergenossin von meinem nigerianischen Verleger Mukta Bakary wüsste, einem bemerkenswerten Mann, der seinen Job in einer Bank kündigte, um seinen Traum von einem eigenen Verlagshaus zu verwirklichen? Nun, in der gängigen Meinung lasen Nigerianer keine Literatur. Er war anderer Meinung. Er glaubte, dass Menschen, die lesen können auch lesen würden, wenn man Literatur für sie erschwinglich und zugänglich macht.</p>
<p>Kurz nachdem er meinen ersten Roman veröffentlicht hatte, ging ich zu einem Interview in ein Fernsehstudio in Lagos. Und eine Frau, die dort als Bürobotin arbeitete, kam auf mich zu und sagte: &#8220;Ich mochte Ihren Roman sehr gerne. Mir gefällt das Ende nicht. Sie müssen jetzt eine Fortsetzung schreiben und dort wird Folgendes passieren&#8230;&#8221; (Gelächter) Und sie erzählte mir weiter, was ich in der Fortsetzung zu schreiben hätte. Nun, davon fühlte ich mich nicht nur geschmeichelt, ich war sehr bewegt. Das war eine Frau, ein Teil der gewöhnlichen Masse Nigerias, die angeblich keine Bücher lesen. Sie hatte nicht nur das Buch gelesen, sie hatte es zu ihrem Eigentum gemacht und fühlte sich dazu berechtigt, mir zu erzählen, was ich in der Fortsetzung zu schreiben hätte.</p>
<p>Was wäre also, wenn meine Zimmergenossin von meiner Freundin Fumi Onda wüsste, einer mutigen Frau, die eine TV Show in Lagos moderiert, und die fest entschlossen ist, die Geschichten zu erzählen, die wir lieber vergessen würden?</p>
<p>Was wäre, wenn meine Zimmergenossin von der Herzoperation wüsste, die letzte Woche im Krankenhaus von Lagos durchgeführt wurde? Was wäre, wenn meine Zimmergenossin von der heutigen nigerianischen Musik wüsste. Talentierte Menschen singen auf Englisch und Pidgin und Igbo und Yoruba und Ijo. Sie vermischen Einflüsse von Jay-Z über Fela und Bob Marley bis hin zu ihren Großvätern. Was wäre, wenn meine Zimmergenossin von der Anwältin wüsste, die vor Kurzem in Nigeria vor Gericht zog, um gegen ein lächerliches Gesetz anzugehen, das von Frauen die Zustimmung des Ehemanns erforderte, wenn sie ihren Ausweis verlängern möchten?</p>
<p>Was wäre, wenn meine Zimmergenossin von <a title="Nollywood (drittgrößte Filmindustrie der Welt)" href="http://www.ted.com/index.php/talks/franco_sacchi_on_nollywood.html" target="_blank">Nollywood</a> wüsste, wo viele innovative Menschen trotz großer technischer Schwierigkeiten Filme machen? Filme, die so erfolgreich sind, dass sie wirklich das beste Beispiel dafür sind, dass Nigerianer auch annehmen, was sie produzieren.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/10/11/einzige-geschichte/"><img src="http://img.youtube.com/vi/qpPXgStqjfs/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Was wäre, wenn mein Zimmergenossin von meiner tollen, ehrgeizigen Friseurin wüsste, die gerade erst ihr eigenes Geschäft eröffnet hat, in dem sie Haarverlängerungen verkauft? Oder von den Millionen Nigerianern, die ein Geschäft eröffnen und manchmal scheitern, die aber ihr Streben weiter nähren?</p>
<p>Jedes Mal, wenn ich zu Hause bin, werde ich mit den üblichen Ärgernissen der meisten Nigerianer konfrontiert: unsere misslungene Infrastruktur, unsere gescheiterte Regierung. Aber ich erfahre auch die unglaubliche Widerstandsfähigkeit von Menschen, die Erfolg haben &#8211; eher trotz der Regierung, als wegen ihr. Ich gebe jeden Sommer Schreibkurse in Lagos. Und ich finde es erstaunlich, wie viele Menschen sich einschreiben, wie viele Menschen unbedingt schreiben möchten, um Geschichten zu erzählen.</p>
<p>Mein nigerianischer Verleger und ich haben gerade eine gemeinnützige Organisation, <a title="Farafina Trust.org" href="http://farafinatrust.org/" target="_blank">Farafina Trust </a>gegründet. Und wir haben große Träume davon, Büchereien zu bauen und bestehende Büchereien neu auszustatten und staatlichen Schulen Bücher zur Verfügung zu stellen, deren Büchereien ganz leer sind, und auch viele, viele Lese- und Schreibkurse abzuhalten, für jene Menschen, die unbedingt unsere vielen Geschichten erzählen möchten.</p>
<p>Geschichten sind wichtig. Viele Geschichten sind wichtig. Geschichten wurden benutzt um zu enteignen und zu verleumden. Aber Geschichten können auch genutzt werden um zu befähigen und zu humanisieren. Geschichten können die Würde eines Volkes brechen. Aber Geschichten können diese gebrochene Würde auch wiederherstellen.</p>
<p>Die amerikanischer Schriftstellerin <a title="Alice Walker's page" href="http://www.alicewalkersgarden.com/alice_walker_welcom.html" target="_blank">Alice Walker</a> schrieb Folgendes über ihre Verwandten aus dem Süden, die in den Norden gezogen waren. Sie gab ihnen ein Buch über das Leben im Süden, das sie hinter sich gelassen hatten. &#8220;Sie saßen herum, lasen das Buch, hörten mir zu, wie ich aus dem Buch vorlas, und ein Stück vom Paradies wurde zurückerobert.&#8221;</p>
<p>Ich möchte gerne enden mit diesem Gedanken: Dass wir, wenn wir die einzige Geschichte ablehnen, wenn wir realisieren, dass es niemals nur eine einzige Geschichte gibt, über keinen Ort, dann erobern wir ein Stück vom Paradies zurück.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<p>(<a title="The danger of a single story" href="http://www.ted.com/talks/lang/ger/chimamanda_adichie_the_danger_of_a_single_story.html" target="_blank">Quelle: TED</a>)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/503/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/503/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=503&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Kolo</media:title>
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			<media:title type="html">Autogrammstunde</media:title>
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			<media:title type="html">Vorurteile Afrika</media:title>
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		<title>Türken vor Berlin!</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 13:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute möchte ich einige empfehlenswerte Dokumentationen zu verschiedenen Aspekte türkischen Lebens in Deutschland vorstellen. Ich empfehle aber jedem, der die Möglichkeit dazu und ernsthaftes Interesse an dieser Kultur hat, selbst mit den Nachbarn mit türkischem Migrationshintergrund in Kontakt zu treten &#8211; eine Bereicherung für beide Seiten! Wer das nicht kann oder nicht möchte, möge sich wenigstens möglichst [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=456&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute möchte ich einige empfehlenswerte Dokumentationen zu verschiedenen Aspekte türkischen Lebens in Deutschland vorstellen. Ich empfehle aber jedem, der die Möglichkeit dazu und ernsthaftes Interesse an dieser Kultur hat, selbst mit den Nachbarn mit türkischem Migrationshintergrund in Kontakt zu treten &#8211; eine Bereicherung für beide Seiten!</p>
<p>Wer das nicht kann oder nicht möchte, möge sich wenigstens möglichst reflektiert mit dem Thema auseinandersetzen ohne jeder Laune der Medien ohne Nachfragen zu folgen! Hier erfährt man mehr über Türken, die versuchen sich in Deutschland anzupassen und die ihren Hintergrund nicht ganz verlieren möchten; über Türkinnen, die dabei noch ganz andere Probleme haben, wie auch die Jugendlichen, die dabei scheinbar ihre eigene Kultur konstruieren; und über deutsche Türken, die zurück in die Heimat möchten und dabei auch auf so einige Probleme stoßen&#8230;</p>
<p><strong>Von Türkischdeutschen und Deutschtürken</strong></p>
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<p><strong>Leben in 2 Welten</strong> &#8211; Drei türkische Frauen in Deutschland</p>
<p><!--YouTube Error: bad URL entered--><span id="more-456"></span></p>
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<p><strong>Schauen was geht &#8211; Jungsein auf Türkisch</strong></p>
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<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/12/turken-vor-berlin/"><img src="http://img.youtube.com/vi/ouTQ_meUB_s/2.jpg" alt="" /></a></span>
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<p><strong>Die Deutschländer &#8211; Türken auf dem Weg in die Heimat</strong></p>
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<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/12/turken-vor-berlin/"><img src="http://img.youtube.com/vi/mkB7RuEoiEg/2.jpg" alt="" /></a></span>
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<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/456/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/456/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=456&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Kleiner Staat, was nun? Die Geschichte von Nahost</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 11:44:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Christentum]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer sich mit dem Nahostkonflikt beschäftigt kann sehr weit zurückgreifen. Biblisch betrachtet führte Moses sein Volk Israel vom Exil in Ägypten ins Gelobte Land &#8211; Kanaan. Historisch gesehen war das vermutlich 1211 v. u. Z., wovon die Merenptah-Stele zeugt &#8211; der älteste außerbiblische Beleg für die Eroberung Kanaans durch die Israeliten. Dort lebte das Volk [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=436&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich mit dem <a title="Geschichte des Nahostkonflikts (BpB)" href="http://www.bpb.de/themen/P7KQ9D,0,0,Geschichte_des_Nahostkonflikts.html" target="_blank">Nahostkonflikt</a> beschäftigt kann sehr weit zurückgreifen. Biblisch betrachtet führte Moses sein Volk Israel vom Exil in Ägypten ins Gelobte Land &#8211; Kanaan. Historisch gesehen war das vermutlich 1211 v. u. Z., wovon die <a title="Merenptah-Stele bei wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Merenptah-Stele" target="_blank">Merenptah-Stele</a> zeugt &#8211; der älteste außerbiblische Beleg für die Eroberung Kanaans durch die Israeliten.</p>
<p>Dort lebte das Volk eine lange Zeit (nach biblischer Überlieferung wurde um 1000 v.u.Z. Jerusalem von König David erbaut) bis es dann unter König Salomo zerfällt. Im Laufe der Zeit gerät es unter <a title="Antikes Perserreich (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Perserreich" target="_blank">persische Herrschaft</a>, dann unter griechische (<a title="Alexander der Große.de" href="http://www.alexanderdergrosse.de/" target="_blank">Alexander der Große</a>) und schließlich unter <a title="Seleukidenreich (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Seleukidenreich" target="_blank">seleukidische</a> bis es noch einmal etwa 100 Jahre autonom ist bevor die Römer das Land einnehmen. Gegen diese Besatzung wehren sich die Juden sehr, 135 u.Z. wird der letzte Aufstand endgültig zerschlagen und das ganze Volk in die Diaspora verbannt.</p>
<p>Seither nennt man das Land <a title="Palästina (Wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stina_%28Region%29" target="_blank">Palästina</a>.</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/05/kleiner-staat-was-nun/"><img src="http://img.youtube.com/vi/WgazVoIYJog/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Ab 634 wurde die Region von Arabern erobert. Zwar regierten sie zeitweise zum Teil christliche Kreuzfahrer, jedoch gelang bald die Zurückeroberung durch die Muslime. 1517  wurde Palästina Teil des Osmanischen Reichs, das erst zum Ende des 1. Weltkriegs 1918 unterging.</p>
<p>Seit 1882 kam es durch den zunehmenden Antisemitismus in Europa wieder zu Einwanderungswellen von Juden nach Palästina. Es entwickelte sich der <a title="Zionismus.info" href="http://www.zionismus.info/" target="_blank">Zionismus</a>, stark beeinflusst vorallem durch <a title="Herzl (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Herzl" target="_blank">Theodor Herzl</a>, der die Bewegung dann auch führte. <span id="more-436"></span>Sein Buch &#8220;<a title="Das Buch im Volltext online lesen" href="http://www.lexikus.de/Der-Judenstaat" target="_blank">Der Judenstaat</a>&#8221; wurde allerdings veröffentlicht bevor er die zionistische Bewegung kannte. <span style="font-size:x-small;"><br />
</span></p>
<blockquote><p>Palästina ist unsere unvergeßliche historische Heimat. Dieser Name  allein wäre ein gewaltig ergreifender Sammelruf für unser Volk. Wenn  Seine Majestät der Sultan uns Palästina gäbe, könnten wir uns dafür  anheischig machen, die Finanzen der Türkei gänzlich zu regeln. Für  Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir  würden den Vorpostendienst der Kultur gegen die Barbarei besorgen. Wir  würden als neutraler Staat im Zusammenhange bleiben mit ganz Europa, das  unsere Existenz garantieren müßte. Für die heiligen Stätten der  Christenheit ließe sich eine völkerrechtliche Form der  Exterritorialisierung finden. Wir würden die Ehrenwache um die heiligen  Stätten bilden und mit unserer Existenz für die Erfüllung dieser Pflicht  haften. Diese Ehrenwacht wäre das große Symbol für die Lösung der  Judenfrage nach achtzehn für uns qualvollen Jahrhunderten.</p>
<p>Theodor Herzl in: Der Judenstaat (<a title="Kapitel Palästina oder Argentinien lesen" href="http://www.lexikus.de/Der-Judenstaat/Allgemeiner-Teil/Palaestina-oder-Argentinien" target="_blank">Palästina oder Argentinien</a>?)</p></blockquote>
<p>1897 fand der erste Zionistenkongress statt, der das Basler Programm  verabschiedete, in dem man &#8220;für das jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätten Palästina&#8221; forderte.</p>
<p>Was nun folgt hängt zu einem wichtigen Teil von der britischen Außenpolitik ab:</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/05/kleiner-staat-was-nun/"><img src="http://img.youtube.com/vi/ZEkEVcj-O9o/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/05/kleiner-staat-was-nun/"><img src="http://img.youtube.com/vi/ZdEog7OXxYU/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p>Was heute geschieht lesen wir täglich in der Zeitung. Eventuell können die Friedensgespräche, die nun auf Vermittlung der USA aufgenommen werden, etwas bewirken. Eventuell aber auch nicht, denn sie wurden ohne Vorbedingungen aufgenommen, das heißt auch: Ohne eine Verlängerung des Siedlungsbaus Israels in den besetzen Gebieten, die jetzt abläuft &#8211; das passt Palästina natürlich überhaupt nicht. Können also beide Staaten in die Friedensverhandlungen gehen ohne ihr Gesicht zu verlieren? Bzw. ohne zu glauben ihr Gesicht zu verlieren?</p>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/05/kleiner-staat-was-nun/"><img src="http://img.youtube.com/vi/GOGimLDGLUY/2.jpg" alt="" /></a></span>
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://wendepunkte.wordpress.com/2010/09/05/kleiner-staat-was-nun/"><img src="http://img.youtube.com/vi/f_9Yf5I9UWE/2.jpg" alt="" /></a></span>
<p><span style="font-size:x-small;"><br />
</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/436/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/436/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=436&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Kolo</media:title>
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		<title>Top 10 der Alltagsglücklichmacher :-)</title>
		<link>http://wendepunkte.wordpress.com/2010/08/25/alltagsglucklichmacher/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 21:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wendepunkte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenanstöße]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Entspannung]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[top ten]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich meine Zwischenprüfung in Religionswissenschaft mit einem &#8220;sehr gut&#8221; bestanden, was mich selbstverständlich riesig freut. Und nun freue ich mich darauf, wieder Augen für die kleinen Freuden des Lebens zu haben, die mindestens 1x am Tag möglich sind. Freude mitten im Alltag Hier meine Top Ten: 1. In der Morgensonne barfuß durch&#8217;s taufrische [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=443&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;">Heute habe ich meine Zwischenprüfung in Religionswissenschaft mit einem &#8220;sehr gut&#8221; bestanden, was mich selbstverständlich riesig freut. Und nun freue ich mich darauf, wieder Augen für die kleinen Freuden des Lebens zu haben, die mindestens 1x am Tag möglich sind. Freude mitten im Alltag <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Hier meine Top Ten:</p>
<p style="text-align:left;">1. In der Morgensonne barfuß durch&#8217;s taufrische Gras laufen</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Barfuß" src="http://blog.junegloom.de/wp-content/uploads/2009/04/z-feet-in-grass.jpg" alt="" width="397" height="261" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="The June Gloom Project" href="http://blog.junegloom.de/2009/04/07/i-visit-these-mountains-with-frequency/" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">2. An einem Regentag das Fenster öffnen und tief einatmen</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Regentag" src="http://fuerstenplatz.de/duesseldorf/2007/05/regen20070508_02.jpg" alt="" width="416" height="283" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Monsun im Kiez" href="http://www.fuerstenplatz.de/monsun-im-kiez.html" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">3. Im Arm meines Mannes einschlafen und genauso wieder aufwachen</p>
<p style="text-align:right;"><img class="aligncenter" title="Schlaf" src="http://www.schnarchen-moerfelden.de/paar_normaler_schlaf.jpg" alt="" width="405" height="271" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Schnarchen- Mörfelden" href="http://www.schnarchen-moerfelden.de/normaler_schlaf.html" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">4. Die Rinde eines Baumes ertasten (im Wald oder am Straßenrand)</p>
<p style="text-align:right;"><img class="aligncenter" title="Baumelefant" src="http://www.stupidedia.org/images/thumb/3/3d/RTEmagicC_Baumstamm_06.jpg.jpg/300px-RTEmagicC_Baumstamm_06.jpg.jpg" alt="" width="300" height="411" /><span id="more-443"></span>(<a title="Baumelefant (stupidedia)" href="http://www.stupidedia.org/stupi/Baumelefant" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">5. Sich im größten Stress 10 Minuten auf den Teppich legen, in die Luft starren und gar nichts denken</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Teppich" src="http://farm2.static.flickr.com/1088/952533711_b3814d239b.jpg" alt="" width="450" height="338" /></p>
<p style="text-align:right;">(<a title="Der Plattenspieler funktioniert doch" href="http://ursi.twoday.net/stories/4121110/" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">6. Mit einem lieben Menschen im Eine-Welt-Cafe heiße Schokolade trinken</p>
<p style="text-align:right;"><img class="aligncenter" title="eine Welt cafe" src="http://www.weltcafe.at/layout/cafe.gif" alt="" width="151" height="101" />(<a title="Weltcafe.at" href="http://www.weltcafe.at/" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">7. Das Adressbuch an einer beliebigen Stelle aufschlagen und den zu allererst gesehenen Kontakt anrufen</p>
<p style="text-align:right;"><img class="aligncenter" title="Adressbuch" src="http://de.academic.ru/pictures/dewiki/65/Adressbuch_Workshop.jpg" alt="" width="412" height="356" />(<a title="Adressbuch (wiki)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adressbuch" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">8. Einen Kuchen backen und allein oder mit spontan eingeladenen Freunden  essen</p>
<p style="text-align:right;"><img class="aligncenter" title="Kuchenstück" src="http://www.yetanotherblog.de/media/3/20080526-kuchen-small.jpg" alt="" width="250" height="154" />(<a title="Yet another Blog" href="http://www.yetanotherblog.de/item-2368.html" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">9. An die Familie denken und was man vor Kurzem oder vor Langem Schönes mit ihr erlebt hat</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Familie" src="http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/fileadmin/festplatte/deutsch/bilder/08_gesellschaft/08_03_Familie.jpg" alt="" width="432" height="260" />(<a title="Tatsachen über Deutschland" href="http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/de/gesellschaft/main-content-08/familie.html" target="_blank">Bildquelle</a>)</p>
<p style="text-align:left;">
<p style="text-align:left;">10. Eine Katze streicheln bis sie schnurrt</p>
<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter" title="Antonia" src="http://sphotos.ak.fbcdn.net/photos-ak-ash1/v282/135/17/752247177/n752247177_943207_5585.jpg" alt="" width="408" height="544" /></p>
<p style="text-align:right;">(eigenes Foto)</p>
<p style="text-align:left;">Oh, die Entscheidung über die Reihenfolge war sehr schwer &#8211; und es gibt ja noch sooo viel mehr <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align:left;">Ich wünsche allen ein glückliches Leben!</p>
<p style="text-align:left;">
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/wendepunkte.wordpress.com/443/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/wendepunkte.wordpress.com/443/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=wendepunkte.wordpress.com&amp;blog=14286214&amp;post=443&amp;subd=wendepunkte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Kolo</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://blog.junegloom.de/wp-content/uploads/2009/04/z-feet-in-grass.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Barfuß</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://fuerstenplatz.de/duesseldorf/2007/05/regen20070508_02.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Regentag</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.schnarchen-moerfelden.de/paar_normaler_schlaf.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Schlaf</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.stupidedia.org/images/thumb/3/3d/RTEmagicC_Baumstamm_06.jpg.jpg/300px-RTEmagicC_Baumstamm_06.jpg.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Baumelefant</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://farm2.static.flickr.com/1088/952533711_b3814d239b.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Teppich</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.weltcafe.at/layout/cafe.gif" medium="image">
			<media:title type="html">eine Welt cafe</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://de.academic.ru/pictures/dewiki/65/Adressbuch_Workshop.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Adressbuch</media:title>
		</media:content>

		<media:content url="http://www.yetanotherblog.de/media/3/20080526-kuchen-small.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Kuchenstück</media:title>
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		<media:content url="http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/fileadmin/festplatte/deutsch/bilder/08_gesellschaft/08_03_Familie.jpg" medium="image">
			<media:title type="html">Familie</media:title>
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			<media:title type="html">Antonia</media:title>
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